Tarifvertrag einzelhandel tabelle sachsen

Eine gesonderte Studie des Statistischen Bundesamtes nutzte die Ergebnisse der Verdiensterhebung 2014, um zu berechnen, inwieweit Arbeitnehmer tariflich gebunden sind. Sie lieferte Ergebnisse, die den IAB-Zahlen ähnelten, wenn auch im Allgemeinen niedriger waren. Sie stellte fest, dass im Jahr 2014 46 % der Beschäftigten und 15 % der Arbeitsplätze an Tarifverträge gebunden waren. Wie bei den IAB-Zahlen zeigen sie, dass Vereinbarungen auf Branchenebene, die 41 % der Beschäftigten und 13 % der Arbeitsplätze abdecken, bei weitem die größte Abdeckung aufweisen. [2] In einigen Ländern – wie Griechenland (GR0312102F) und Malta – fordern derzeit große Einzelhandelsketten eine Deregulierung der Öffnungszeiten, während in anderen Fällen – z. B. Belgien, Zypern, Dänemark und Ungarn – derzeit Deregulierungsmaßnahmen vorgeschlagen oder unternommen werden. In Belgien hat die Regierung Anfang 2004 eine umfassende Abstimmung aller Beteiligten (Einzelhändler, Verbraucher, Arbeitnehmer und die zuständigen Behörden) eingeleitet, um einen Konsens über die Ladenöffnungszeiten und insbesondere über die Sonntagsöffnung zu erzielen. In Zypern führt die Regierung derzeit einen Dialog mit Arbeitgebern und Gewerkschaften über die Überarbeitung der Rechtsvorschriften über ladenische Öffnungszeiten und Beschäftigungsbedingungen im Einzelhandel. In Ungarn wurden nach der Ankunft ausländischer Einzelhändler Mitte der 1990er Jahre auf dem inländischen Markt lange Öffnungszeiten und Öffnungen an Wochenenden und Feiertagen häufiger.

1998 begann das Arbeitsinspektorat, Tesco (in Großbritannien) und andere große Ketten regelmäßig zu bestrafen, während die Gewerkschaft KASZ ebenfalls eine Kampagne gegen Arbeitgeber startete, die die Arbeitszeit auf diese Weise verlängerten. Da das Gesetz etwas zweideutig war und die Regierung sich nicht in den Konflikt einmischen wollte, endete die Debatte mit einem Kompromiss zwischen den Parteien – eine von der Gewerkschaft und den großen Unternehmen unterzeichnete Vereinbarung legte die Feiertage fest, an denen die Verkaufsstellen nicht öffnen sollten. Die Umsetzung der EU-Arbeitszeitrichtlinie durch eine Änderung des Arbeitsgesetzbuches aus dem Jahr 2001 machte das Gesetz eindeutig, aber die KASZ hat ihren Kampf gegen die Sonntagsarbeit nicht aufgegeben. Die Debatte ist noch offen, und die Regierung hat vor kurzem ein Weißbuch über die mittelfristige Politik für den Einzelhandel veröffentlicht, das Änderungen der Vorschriften für die Ladenöffnung vorsieht. Schließlich ist der Fall Dänemark stürtisch ungewöhnlich, da eine von liberalen Politikern propagierte Deregulierung der Sonntagsöffnung nicht von der Arbeitgeberorganisation DH&S unterstützt wird, die es vorzieht, die derzeitigen Beschränkungen beizubehalten, um kleinen Geschäften nicht zu schaden. Betriebsräte können auch über Bereiche verhandeln, die unter Tarifverträge fallen, in denen der Vertrag selbst eine sogenannte “Öffnungsklausel” enthält, die es dem Betriebsrat ausdrücklich ermöglicht, über das Thema zu verhandeln. Der europäische soziale Dialog im Einzelhandel ist teils im größeren Bereich des Handels, zu dem auch der Kraftfahrzeughandel und der Großhandel gehören. Sie stammt aus der Mitte der 80er Jahre (EU9807115F) und findet derzeit im Rahmen eines von der Europäischen Kommission anerkannten Ausschusses für den sektoralen sozialen Dialog statt. Die Sozialpartner auf europäischer Ebene sind EuroCommerce auf Arbeitgeberseite und UNI-Europa Commerce (die regionale Handelsabteilung von Union Network International) auf der Gewerkschaftsseite.